Immer öfter fühle ich mich kaputt.
Nicht körperlich. Nicht muskelkaterlich. Nicht ohgottohgott-ich-hab-mir-in´-Finger-gesäbelt! Eher innen drin.
Das sind dann die Tage, an denen alles schief geht. Die scheiße beginnen, scheiße weitergehen und scheiße enden. An denen der Busfahrer nicht einfach nur vor meiner Nase wegfährt, sondern mir auch noch den Mittelfinger zeigt. An denen wirklich jeder Affe an der Bushaltestelle glotzt, als hätte ich gerade gesagt, dass ich gerne kleine Tiere quäle und Frauen schlage! Die Sonne scheint vielleicht an diesen Tagen, aber die Strahlen kommen nicht an. Bleiben hängen in dichten Wolken, die außer mir niemand sieht. Gewitterwolken.
Sturmwolken.
Die Frage ist, was passiert, wenn der Sturm losbricht? Angestauter Zorn, angestaute Energie, die sich auswirklungslos wie ein Blitz auf freiem Feld entlädt. Heftiges Abregnen von zurückgehaltener Wut, die die Luft reinigt und anschließender Sonnigbisheiterkeit Platz macht. Oder doch eher sturmtiefesques Wüten im Wohngebiet mit umherfliegenden Dachlatten und kollateralen Verwüstungen?
Ich brauche einen Blitzableiter… so was hier!


